Erziehungsrente

 

Die Erziehungsrente ist eine spezielle Rentenversicherungsart: Die in § 47 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI) geregelte Rente zählt per Definition zu den Renten wegen Todes; im Unterschied zu einer Hinterbliebenenrente wird sie nicht aus den rentenrechtlichen Zeiten des Verstorbenen, sondern aus den rentenrechtlichen Zeiten des Beziehers gezahlt.

Erziehungsrente erhalten also daher nach dem 30.06.77 Geschiedene, wenn ihr geschiedener Partner verstorben ist, solange ein eigenes Kind oder ein Kind des Verstorbenen erzogen wird und die Bezieher der Rente die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben. Das liest sich im ersten Moment etwas kompliziert, ist aber dennoch einfach.

Die Einkommensanrechnung erfolgt natürlich analog zur Witwenrente. (Sichten sie hier entsprechende Tabellen)

Einen Anspruch auf Erziehungsrente besteht auch für verwitwete Ehegatten, für die in der Vergangenheit ein Rentensplitting durchgeführt worden ist. Diese Ausführungen gelten selbstverständlich auch für eingetragene Lebenspartnerschaften.